Poetische Betrachtungen
Poesie ist nicht nur so oder so - sie ist genauso vielfältig und überraschend wie die Menschen.
Lesen Sie ruhig, lassen Sie sich entführen und lauschen Sie. Spüren Sie die Wirkung?
Nun bist Du
da
bei mir
in meinem
Innern
bist Du immer
doch
nun bist Du
da
im Wind
ganz nah
um mich her
legst Deine
Arme um mich
trägst mich
streichelst mich
berührst mich
tröstest
bringst mich
zum Lächeln
denn
nun bist Du
da
ich höre
und sehe Dich
Du bist da
um mich
Es macht dir
Spass Blätter
aufzuwirbeln
Papier hoch
fliegen zu lassen
Hüte genau
in Pfützen
zu werfen
Schlitzohrig
wie du bist
Röcke zu
bauschen
Menschen zu
schubsen und
zu erschrecken
Ich höre
dich lachen
sehe deine
Augen blitzen
deine Zähne
in der
Sonne glitzern
Das bist du
mit
deinen Witzen
Wie geht es dir
mein Freund
ich seh dein
verschmitztes Lachen
seh deine
verlegenen Augen
dein zärtliches Gesicht
und denke
wie es wohl
bei dir ist?
Wie geht es dir
mein Freund
ich seh deine
schöne Gestalt
seh deine
weichen Haare
deine lieben Augen
und denke
wie es wohl
bei dir ist?
Ich bin kein
Spielball
in euren Plänen
keine willige
Kugel
in euren Träumen
ich habe meinen
eigenen Willen
bleibe stehen
wenn ich es will
gehe, wohin
ich gehen will
und Spielball
Objekt in
euren Gedanken
das ist nicht das
was ich will
Auf der einen Seite
scheint hell
die Sonne
gebiert Feuer
lässt es in
mich fliessen
streichelt mich
Freund Mond
zärtlich und sanft
Auf der andern Seite
legt sich
kalt und feucht
ein graues Tuch
um mich
erstickt
mein Lachen
legt sich auf
mein Gesicht
Wieder hat mich
die Sonne
umarmt
wie damals
auf dem Hügel
von Ambrussum
ich habe
sie um mich
gespürt, ihre
Arme
Wieder hat mich
die Sonne
umarmt
mich angestrahlt
mit abendlicher
Sanftheit
als wolle sie
mir sagen
ich komme
wieder
und danach
kam das
Unheil
Heute ist sie
wieder da
Willst du mit
mir streiten
du
mit deinem
sturen Kopf
Willst du
mir zeigen
du
dass das Leben
doch lebenswert ist
Willst du mich
ein wenig streicheln
du
mich in deinen
Armen wiegen
Ich danke dir
Copyright: Esther Grünig-Schöni